22. „Ich schaffe das schon“ – Die Lüge, die wir uns selbst erzählen

Shownotes

🔍 DAS LERNST DU IN DIESER FOLGE:

✅ Warum wir uns selbst einreden, alles allein schaffen zu müssen ✅ Weshalb es uns oft schwerfällt, um Hilfe zu bitten ✅ Wie hohe Erwartungen an uns selbst zusätzlichen Druck erzeugen ✅ Warum Stärke nicht bedeutet, immer funktionieren zu müssen ✅ Wie wir unsere eigenen Grenzen besser wahrnehmen können ✅ Weshalb Selbstfürsorge kein Zeichen von Schwäche ist ✅ Wie wir lernen, Verantwortung abzugeben und Unterstützung anzunehmen ✅ Warum ein ehrlicher Umgang mit den eigenen Bedürfnissen wichtig ist ✅ Wie wir im Berufsalltag besser auf uns selbst achten können

📌 FÜR WEN IST DIESE FOLGE?

→ Menschen, die häufig zu viel Verantwortung übernehmen → Pflegefachkräfte und Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen → Mitarbeitende, die im Berufsalltag unter Druck stehen → Führungskräfte und Teamleitungen → Menschen, denen es schwerfällt, Nein zu sagen → Alle, die ihre eigenen Grenzen besser kennenlernen möchten → Menschen, die sich mit Selbstfürsorge, mentaler Stärke und persönlicher Entwicklung beschäftigen

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00:00:03: Auf Zeit, der Prometheus-IV Podcast für Menschen aus der Zeitarbeit.

00:00:13: Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuen Podcastfolge auf Zeit der Podcast für Menschen aus der Zeitarbeit.

00:00:19: Heute geht es um ein Satz, den wahrscheinlich jeder von uns schon einmal gesagt hat Ich schaffe das schon!

00:00:24: Und manchmal bedeutet dieser Satz tatsächlich auch alles gut ich bekomme das hin aber manchmal bedeutet es aber auch vielleicht...ich möchte gerade nicht zugeben dass ich Unterstützung brauche denn Hilfe anzunehmen klingt eigentlich ziemlich einfach ist es aber erstaunlich oft nicht.

00:00:41: Warum das so ist?

00:00:42: Darüber spreche ich heute mit Claudia Eschkowski, unser Talentcoach der Prometheus-IV.

00:00:46: Herzlich Willkommen!

00:00:47: Ja hallo und herzlich willkommen da draußen!

00:00:49: Schön dass du da bist, Claudia.

00:00:51: Jetzt natürlich zu meiner ersten Frage direkt Wann hast Du denn eigentlich zuletzt jemand um Hilfe gebeten?

00:00:58: Ja, das passiert einfach jeden Tag bei mir, dass ich Unterstützung brauche.

00:01:02: Weil ich gelernt habe, dass es vielleicht da für mich ist wenn ich Menschen da draußen frage ob sie mir irgendwie mal kurz hilflich sein können oder eben auch eine Frage beantworten oder da mal kurz so die Arme greifen.

00:01:13: und das ist das wo ich dahin gekommen bin.

00:01:16: Das war nicht am Anfang da sondern da hab' ich mich auch dazu entwickelt.

00:01:20: Genau!

00:01:21: Das heißt du sagst ja grundsätzlich dir fällt es jetzt leicht.

00:01:25: Warum muss man sich denn da zu überwinden?

00:01:28: Weil wenn du jetzt sagst, okay, für mich ist das jetzt gehört es zum Alltag aber für viele gehört es ja nicht zum Alltag!

00:01:34: Ja, es gehört bei mir auch manchmal noch nicht dazu.

00:01:36: also ich bilde mir nach wie vor auch einen dass ich ganz viele Dinge alleine kann und bei manchen Aufgaben habe ich begriffen, dass es mir einfach mega schwer fällt oder dass ich halt ein Umweg nehmen darf.

00:01:46: so typisches Beispiel.

00:01:47: Ich weiß vieler lachender drüber als isso ich kann keine Luftballons aufpusten Also mache ich das immer mit einer Luftpumpe.

00:01:52: Das heißt Kindergeburtstag bei mir halt immer ein langwieriger Prozess und es geht, ich komme zu meinem Ergebnis.

00:01:58: Ich kann's natürlich immer leichter haben wenn ich jemand zur Seite habe der mir eine Ballon aufpusten kann und die vielleicht auch noch cool verknotet so.

00:02:04: das ist aber so, brauchst du halt einen Schritt.

00:02:08: Es heißt halt letztlich ich kann natürlich diese Dinge, aber es kostet mich einfach mehr, mehr Energie.

00:02:14: und die Frage habe ich mir irgendwann schon gestellt willst Du das denn?

00:02:18: Also willst Du dafür diese Energie aufbringen oder brauchst Du die vielleicht für andere Dinge weil sie dir besser liegen, weil sie leichter dir von der Hand gehen?

00:02:27: Und das habe ich glaube ich über die Jahre so gut schon bei mir verstanden oder kennengelernt.

00:02:34: Also ich muss sagen, bei mir... Ich hatte es ja auch schon öfter mal im Podcast erwähnt, dass sich jetzt nicht so gut in Namen zum Beispiel binden.

00:02:41: Aber was ich überhaupt nicht hinkriege sind die Monate!

00:02:44: Welcher Monat?

00:02:45: Welcher... So okay Januar erster das krieg ich irgendwie hin aber zwischendrin wird's wieder schwierig und ich bin auch relativ froh selbst wenn ich irgendwie im Büro bin wo ich manchmal auch die Leute schon Ewigkeiten kenne mir einfach der Name entfallen ist weil ich zu oft dann nicht da war freue mich natürlich wenn ich die Unterstützung bekomme mir mal ganz kurz helfen, wie war der Name nochmal?

00:03:06: Weil das kann natürlich für einen auch total unangenehm sein.

00:03:09: Deswegen ist für mich jetzt gerade die wichtigste Frage, wo ist denn eigentlich der Unterschied zwischen?

00:03:14: ich kann es nicht oder ich muss es nicht alleine machen.

00:03:17: Also bei ich kann es nicht, ist es ja tatsächlich die Frage welche Fertigkeit oder welche Fähigkeit fädig er zu.

00:03:23: Gerade wenn wir auch uns neue Mitarbeitenden anschauen dann ist es oft nicht das Thema dass sie das von der Fähigkeiten nicht mitbringen sondern Sie brauchen halt erstmal in dem Kontext indem sich bewegen den Rahmen dass sie sozusagen diese Fähigung nach vorne bringen können oder sie zeigen können.

00:03:40: Und dafür braucht es halt in dem ersten Step Begleitung und das ist halt wichtig, dass dir das halt gegeben wird.

00:03:46: Dass sozusagen es können heißt ja auch sich probieren also hingehen dabei sein Zuschauen nachahmen und selber umsetzen.

00:03:55: Wenn ich das dann für mich einmal abgespeichert habe, dann kann ich mich ja nur noch mal durch Routine profilieren und besser werden.

00:04:01: Und bei dem anderen, ich trau mich nicht heißt es ja da gibt's irgendeine Hürde die habe ich mir selber auferlegt weswegen mich das halt bremst vielleicht auch eine Unterstützung anzunehmen.

00:04:12: Das hat was damit zu tun wie ich geprägt worden bin in meiner Kindheit.

00:04:16: also ganz viele haben ja auch gelernt sozusagen dass sie sagen Ich schaff das alles alleine weil Sie darauf konditioniert worden sind Dass da keiner ist, der sie supportet.

00:04:29: Also wenn ich gelernt habe dass sich über Ich leiste etwas dann werde ich gesehen und kriege Beachtung Funktioniere Dann hab' ich das natürlich in meinen Erwachsenenseien mitgenommen Und dann will ich darüber immer die Bestätigung bekommen weil das ja immer so funktioniert hat.

00:04:45: also gerade wenn du auch Wenn du grade auch im Sport jemand bis der Im Leistungssport mal tätig war ist das für dich halt auch krasses Ding.

00:04:55: Wenn du plötzlich kein Leistungssportler mehr bist, sondern normal in einem Job bist und kriegst halt nicht mehr diese Anerkennung die du vielleicht wenn du eine Medaille erreicht hast damals bekommen hast wo alle dahin geguckt haben und alle haben mitgefeuert und das sozusagen ist ja auch wieder.

00:05:13: dann ein neues dazulernen.

00:05:16: okay ich kann jetzt Das nicht mehr so, wie ich das mal gemacht habe.

00:05:20: Weil es geht jetzt nicht mehr um Schwimmen oder es geht nun nicht mehr auf Radfahren sondern jetzt geht's um irgendeine andere Aufgabe die neu ist für mich und sich dann auch wieder zu trauen zu sagen hey ich brauche jetzt mal eine Unterstützung oder ich brauch jetzt gerade mal hier Hilfe oder ich hab grad ne Frage da drüber Wie geht denn das hier?

00:05:37: Dass sozusagen darf ich dann wieder lernen.

00:05:41: Wenn ichs jetzt ein bisschen in den Alltag reinbringe hat es vielleicht auch irgendwas mit Ablehnung zu tun.

00:05:47: Also wenn ich nämlich jetzt zum Beispiel darüber nachdenke, ich traue mich irgendwie oft nicht.

00:05:51: Wenn ich irgendwie unterwegs bin und ich irgendwie mal aufs Klo muss, dass ich sage Ich gehe mein Restaurant rein oder fragt man ob man hier mal auf's Klo gehen kann weil hier und da hat man ja auch vielleicht schonmal mit erlebt das sie sagen nö sorry Oder im Euron hast du gerade nicht?

00:06:04: Deswegen bin ich eigentlich immer so was total albern ist.

00:06:06: aber ich denke mir so ich frage jetzt einfach nicht war irgendwie draußen bin ich oder ich schicke lieber jemanden vor Also hat es irgendwie auch etwas mit Ablehnung zu tun das andere ein vielleicht einschätzen können.

00:06:17: Ach, der kann das nicht?

00:06:18: Ach okay.

00:06:18: Komisch!

00:06:20: Ja... Das denke ich kann schon mit dabei sein, wobei wir halt tatsächlich lernen dürfen.

00:06:24: Wenn du das gerade als Toilettenbeispiel bingst... Hey es ist ein Bedürfnis!

00:06:27: Ich stehe für mich einen letztlich und das ist so.

00:06:30: Also ich steh' für mich ein.

00:06:32: Ich kann Dinge vielleicht weniger gut wie andere dafür kann ich andere Sachen besser.

00:06:35: Und dass wir lernen voneinander zu profitieren, das darf auch in unseren Köpfen ankommen.

00:06:40: also Es braucht nicht einen alleine der alles kann und alles beherrscht.

00:06:44: und wenn mich grade irgendwas zwickt dann kann ich darum auch um Hilfe bitten.

00:06:47: Also es ist einfach so Man sieht ja auch Menschen den, was schwerfällt.

00:06:52: Das aber das sozusagen von sich aus auch zu tun.

00:06:55: Du kennst die Situation du läufst irgendwo in Berlin in der U-Bahn hoch und die Treppe siehst jemand ihr schleppt und puckelt schwer oder wie oft.

00:07:03: also ich erlebe dass sehr oft es halt auch Frauen mit Kinderwagen wo jetzt nicht ein Aufzug ist ja wirklich da wird vorbeigelaufen und ignorant und die sprechen vielleicht auch nicht an irgendwie so sich zu trauen zu sagen brauchen Sie grad Hilfe oder er kann nicht mit Tragen helfen.

00:07:20: Es kostet mich wirklich wenig, wirklich wenig und am Ende kriegst du auch was zurück.

00:07:26: da freut sich jemander lacht jemand der Christen lächeln geschenkt.

00:07:30: jetzt muss man das ja.

00:07:32: also ich kenne dass auch genauso wie du es jetzt sagst gerade Beispiel Berlin.

00:07:37: Jetzt gibt's natürlich Ja, die eine Art hier relativ offen ist und sie sagt so ja gleich helfe irgendwie gerne.

00:07:43: Manche haben dann auch eher Angst wenn Leute einen ansprechen.

00:07:46: man weiß ja dann auch immer nicht was haben Sie wirklich im Schilde?

00:07:48: fragen Sie jetzt wirklich nach Hilfe?

00:07:50: aber wenn ich jetzt im Grundsatz sehe es ist ja eigentlich verrückt dass wenn jemand anders uns um Hilfe bittet das wir ja meistens gar nicht denken Gott der kann das nicht sondern im Gegenteil wir helfen meistens sogar gerne Warum sehen wir das eigentlich bei uns selber so anders?

00:08:04: Wenn uns jemand fragt

00:08:05: naja das ist ja blinde Fleck, den wir haben.

00:08:09: Bei uns gibt es unser Sicht auf die Welt und auf die Realität und wie Dinge funktionieren.

00:08:14: Und wenn ich sehr oft einen Beweis darüber auch gesammelt habe, dass sich Dinge beherrschen kann und mache, traue ich mir das in anderen Situationen zu.

00:08:23: Dann stelle ich mir gar nicht die Frage, dass ich da jemand bräuchte.

00:08:26: Also gehe ich los!

00:08:27: Kraft meiner Wassersuppe?

00:08:28: Ich kann.

00:08:32: vielleicht schon in den Anfängen merke, oh jetzt denke ich dreimal länger nach wie das funktioniert.

00:08:36: Boah ist denn das wirklich?

00:08:38: Oder es ist kompliziert oder es knifflig und dann aber loszugehen und zu sagen ne jetzt hole ich mir tatsächlich jemand der das vielleicht besser kann weil er Also ich bin jemand, der so ist.

00:08:49: Weil er einfach geduldiger ist und dieses weiß ich nicht das jetzt auflösen kann.

00:08:54: Ich hab so ein Seil mit dem arbeite ich oftmals.

00:08:56: in Trainingssituationen hatte ich neulich wieder die Situation So Und dann ist dieses Ding so mega verknotet und ich Fluchte dann einfach nur.

00:09:05: und dann habe ich irgendwie letztens Die Gruppe angesprochen mir sagt so jetzt habe ich eine ganz tolle Herausforderung für euch Ist ein Teil der Übung könnt ihr das gemeinsam lösen.

00:09:14: Und das sozusagen, ich habe jetzt wunderbar mein Seil aufgewickelt gekriegt und das aber ist ein Beweis darüber warum muss ich mich denn krampfen?

00:09:22: Also warum krampfe ich mich wenn ich merke es gelingt mir gerade weniger anstatt zu sagen hey ich brauche mal Support

00:09:28: Es ist ja auch irgendwie so ein bisschen immer die Geduldsfrage.

00:09:31: Also ich kann das selber, ich arbeite hier auch viel mit Grafikprogrammen.

00:09:35: jetzt natürlich der wahnsinnig große Vorteil du kannst einfach einen Screenshot machen und das bei Chat hochladen und er sagt dir genau was zu tun sollst weil ich grundsätzlich jemand bin.

00:09:43: Ich habe keine Geduld für etwas wenn irgendwas nicht funktioniert und ich nicht selber darauf komme.

00:09:48: ich lese mich da ungern in irgendwelche Foren durch oder irgendetwas Und selbst wenn ich mit Chat dann jetzt nicht auf das Ergebnis komme finde ich das relativ anstrengend und bin eigentlich auch dann jemand, der sich gerne Hilfe holt.

00:10:01: Aber es gibt natürlich immer so ein bisschen die Angst, die ja mit schweift quasi.

00:10:06: Die Angst davor dass andere einen für unfähig halten oder wahrgenommen werden.

00:10:12: Woher kommt das?

00:10:14: Naja, das ist oftmals das was ich mir selber aussage.

00:10:17: Bin ich denn gut genug für das?

00:10:19: Oder bin ich überhaupt gut genug und kann ich das dann überhaupt?

00:10:22: Und mein Bild über mich selber trage ich natürlich nach außen und andere sehen natürlich ein ganz anderes Bild von mir.

00:10:29: die sehen halt da ist jemand weiß sich nicht motiviert oder lebendig oder weiß ich dynamisch und dann kommt ihr doch nie auf die Idee zu daran zu zweifeln, dass die Person es vielleicht gar nicht packen könnte.

00:10:44: Und oder sozusagen du wirkst halt vielleicht in der Situation auch mal sehr verschüchtert oder sehr zurückhalten dann wirst ja auch eher sozusagen angesprochen auch von außen brauchst du gerade was und das ist ja das, was wir oftmals ... Wir sehen uns ja selber nicht.

00:11:00: Also wir haben ja nicht diese dreihundertsechzig Grad rundumlöchte und sehen uns jetzt stellendlich selber wie wir uns gerade verhalten und bewegen.

00:11:08: Und darauf kriege ich ja eine Resonanz.

00:11:10: Ich kriege auf meinen Verhalten auch noch eine Resonnanz.

00:11:12: Das andere ist ja, was habe ich für mein Bild über mich, über die Jahre entwickelt?

00:11:17: Da sind immer auch die Projektionsfläche.

00:11:20: von dem, was in den jungen Jahren mitgekriegt haben Natürlich viele Dinge tun durften, weil wir den Zuspruch hatten und weil wir darüber Anerkennung erfahren haben.

00:11:31: Dann gehe ich auch mit dem ganz anderen Selbstwert rein.

00:11:34: wenn ich allerdings eher so allein gelassen worden bin und er halt auch den Eindruck mitgenommen habe meiner Kindheit Ich bin eher ein Ballast oder störe die meine Bezugspersonen sind gerade überfordert oder gestresst, dann habe ich mich natürlich auch zurückgenommen.

00:11:52: Und so lerne ich natürlich auch darüber, dass es mir schwer fällt mit anderen in den Austausch zu gehen.

00:11:59: und jetzt brauche ich tatsächlich Unterstützung ... jemanden, der mir zur Seite steht.

00:12:06: Also guckt einfach... also du hast bisher jetzt umgezogen und kannst es ja auch für dich sagen wie leicht ist es dir gefallen, jemand anzusprechen Hilfe zu kriegen von einem Umzug?

00:12:14: Wenn ich über meine Jahre früher hinweg denke, ich habe immer andere gefragt Kannst du mir mal eine Chalusie anbohren kommen, kannst du mal mit mir einen Umzugplan machen Einladen usw.

00:12:24: Das geht schon!

00:12:26: Und letztlich Ja, ich kann selber auf einer Leiter steigen und ein bisschen Wände streichen krieg ich auch alleine hin aber das macht halt noch ... was anderes, wenn du jemand hast der ja zur Seite steht.

00:12:36: Genau.

00:12:37: Claudia, hast du vielleicht aus deiner Welt schon mal eine Situation gehabt, wo du im Nachhinein gedacht hast so warum habe ich eigentlich dich früher jemanden gefragt?

00:12:45: Bestimmt ganz häufig!

00:12:47: Also gerade wenn du irgendwo neue Gebäude hast, neue Örtlichkeiten bin ich jemand der eher so ein Orientierungsklops ist und dann sich tausendmal verrennt.

00:12:54: also das ist mir ganz häufig passiert dass wenn nicht bei einem Unternehmen eingesetzt war oder zu Gast war Ich habe vergessen, welche Räume das waren, wo ich hingehen durfte.

00:13:06: Am Ende lieber noch mal jemanden zu fragen sei es am Empfang oder von den Menschen könnt ihr ganz kurz bei mir bleiben dann kriegen wir das beide hin ist viel leichter und das denke ich.

00:13:18: auf jeden Fall ist mir schon des öfteren begegnet wo ich felsenfest der Meinung war ich weiß wo ich hin renne und da bin ich falsch gerannt.

00:13:25: Okay Claudia, wir haben es ja gerade schon so ein bisschen angerissen.

00:13:28: Wir wollen jetzt ein bisschen konkreter werden und zwar um die Hilfe annehmen im Berufsalltag denn gerade im Job kann das Ganze natürlich ziemlich relevant werden Denn wenn niemand fragt kann aus einem kleiner oder kleinen Unsicherheit kann hier auch irgendwann ein richtiges Problem werden Und das wollen wir natürlich vermeiden.

00:13:45: Aber welche Rolle spielt dann die Angst einen schlechten ersten Eindruck zu machen?

00:13:51: Naja Es ist auf jeden Fall so dass ich ein gutes Bild hinterlassen möchte, weil ich möchte kompetent wirken.

00:13:58: Ich möchte engagiert wirken und motiviert sein.

00:14:01: Und wenn ich dann vergesse natürlich kleine Detail zu erfragen... kann der Eindruck entstehen.

00:14:10: Ich denke das halt immer darüber, dass die dann sagen oh, die ist ja blöd.

00:14:14: oder die merken wie auch immer was ist das denn so?

00:14:18: und ich finde gerade wenn du in eine Einrichtung kommst als Erzieher als Pädagoge und dann hast du da verschiedene Räumlichkeiten Kinder sind da oder da ich hatte neulich aufs Gespräch über manche Einrichtungen haben wir auch so Kneip-Geschichten So dann gehen die Kinder dort in die Duschen wo man die abholt oder was auch immer.

00:14:39: Wenn du dann hast plötzlich ein Kind vergessen, ja, dann fehlt das Kind, dann ist es nicht da.

00:14:43: und anstatt ihm zu fragen okay wie laufen denn diese Dinge hierab?

00:14:46: Oder wie funktioniert denn bei euch dieses Thema mit dem Mittagessen?

00:14:49: Aha!

00:14:50: Das holt ihr von dort und dann geht ihr mit einem Kind dorthin und plötzlich fehlt wieder ein Kind.

00:14:54: Oder wie groß ist das Gelände, das Außengelände?

00:14:57: weil dann gibt's ja auch manche die sich ver- selbstständigen wollen.

00:15:00: Und das sozusagen für meine eigene Sicherheit wichtig wo ich Schutzbefohlen anvertraut bekomme.

00:15:09: Und das, finde ich darf auf jeden Fall immer gefragt werden.

00:15:13: und letztlich wenn ich alle die mit Arbeitsschutz zu tun habe in den Ohren höre dann heißt es immer ja du musst immer wissen wo dein Sammelplatz ist.

00:15:20: Natürlich!

00:15:20: Damit falls im falle wir üben mal Feueralarm.

00:15:24: Du auch da weißt wo du hin laufen darfst.

00:15:27: also es sind so die leichtesten Sachen.

00:15:32: Es ist ja im medizinischen Bereich genauso, wenn uns Krankenhaus geht es muss auch wissen in welchen Räumen wird aufwach.

00:15:38: Wo läuft man hier wie lang und so weiter?

00:15:41: Ja, also es sind glaube ich ganz viele Sachen die auch uns einfach dienlich sind um gut zu starten und da sollte keine Scheu dabei sein weil lieber eine Frage mehr gefragt.

00:15:52: Und ich habe Sicherheit und das transportiere ich ja auch.

00:15:54: Ich gewinne an Souveränität und ich gewinnte an Stabilität und Sicherheit und dass trage ich natürlich dann an alle anderen in meinem System auch wieder weiter.

00:16:03: Also davor keine Scheu zu haben.

00:16:05: Ich meine, glaube ich auch dass wir mittlerweile den Eindruck gewinnen das wenn wir Menschen Support und Hilfe geben, dass wir oft vermissen dass die bei uns sind.

00:16:16: also ich gebe meine Energie ich gebe dir meine Präsenz ich antworte dir darauf Und mein Wunsch ist es einfach dass du dann bei mir bist und ihr das merkst und das sozusagen lässt gerade ein Stückchen nach weil die Leute fünf tausend Dinge nebenbei machen oder ihrem Kopf gerade schon wieder eine neue To-do Liste abhaken wollen und das sozusagen ist wichtig.

00:16:38: Also wir hatten gestern auch wieder mit einer Freundin des Gesprächs, der Mensch, der vor der steht ist in dem Moment gerade der Wichtigste – und nur der!

00:16:45: Und das sozusagen is die große Kunst dass wir dann wenn wir Unterstützung bekommen auch wirklich geistig körperlich da bei demjenigen sind er uns das anbietet.

00:16:56: Das ist also sehr schön gesagt.

00:16:57: Jetzt ist natürlich die Realität manchmal anders, gerade wenn wir jetzt mal in die Pflege schauen.

00:17:03: Natürlich, wenn jemand gebraucht ist heißt es gab einen Ausfall... Jetzt kann der Pflegedienstleitung natürlich allgemein etwas überlastet sein und es ist stressig.

00:17:11: Und wenn ich jetzt vielleicht noch jemanden vergleiche, der schon mal öfter in der Zeitarbeit unterwegs war, vielleicht schon mal an dem Haus war sich auch grundsätzlich mal auskennt weil es auch mal Zeiten gab wo's die zeit gab dass man sich mal unterhalten konnte Wo sind Fluchtwege was auch immer Kann das natürlich auch eben vorkommen dass man da ist und dann wird sofort erwartet okay los geht's.

00:17:31: Wie können denn aber Führungskräfte oder Teams dafür sorgen, dass Fragen ausdrücklich erwünscht sind?

00:17:37: Gerade in so einer hektischen Situation.

00:17:40: Mein Eindruck ist nach wie vor das wenn es hektisch ist ich dennoch das sozusagen ermögliche.

00:17:47: Auch wenn ich bei mir den Stressmoment habe, sollte ich dem anderen ermöglichen seine Frage zu stellen und in Ruhe zu beantworten.

00:17:54: Und mit ihm im Austausch und im Blickkontakt zu sein und zu gucken okay ist das jetzt das was du dir als Antwort erwartet hast auch tatsächlich von mir geleistet worden?

00:18:04: Wenn ich allerdings das so nebenbei mache oder der Person sagt ja ja frag ruhig um was geht's denn und aber dann nicht mal hingucke oder angucke die Nähning.

00:18:16: Na dann ist das so, okay ich würde dem jetzt nicht zur Last fallen?

00:18:20: Ich merke gerade, ich störe.

00:18:21: Okay nee, dann frage ich lieber nicht.

00:18:23: Okay, dann geh

00:18:23: ich... Na ja vielleicht frage eine Kollegin.

00:18:25: Die ist zwar auch noch nicht lange da aber vielleicht weiß sie es ja!

00:18:29: Ja oder ich gucke einfach mal.

00:18:31: Vielleicht kann ich herausfinden und gewachen

00:18:33: wie ich da bin.

00:18:33: Ja, vielleicht habe ich die Frage in der Stunde nicht mehr.

00:18:37: Genau Und das sozusagen ist halt wirklich das was wir lernen dürfen.

00:18:43: Und auch nochmal, vielleicht auch im Briefing mit den Unternehmen.

00:18:46: Also wenn da jemand kommt und der ist in der Regel das erler erste Mal da dann wird er sich manchmal auch manche sagen dass ja auch der führt sich auf ihn Azubi.

00:18:54: Ja dann führt er sich halt vielleicht mal auf wie ein Azubis für einen Moment und dann wächst derjenige auch da rein.

00:18:59: aber es sollte halt immer die Chance gegeben werden.

00:19:01: okay was brauchst du jetzt an Informationen gerade für eine Station?

00:19:06: wer liegt da?

00:19:07: Wer liegt da ?

00:19:07: Was wird hier?

00:19:10: dass man das einfach sagen kann und ihm nicht nebenbei irgendwie parallel beantwortet wird.

00:19:17: Das ist, glaube ich, was dann wieder die anderen zurücknimmt und sagt ne, ich möchte ja nicht auffallen oder belästigen.

00:19:26: Claudia, wenn ich jetzt darüber nachdenke wie können wir dem entgegenwirken dass so eine Situation quasi aufkommt.

00:19:33: Also was können die Disponenten, Talentcoaches und auch der Einsatzbetrieb also wir alle gemeinsam?

00:19:39: Wie können wir das verhindern, dass so ne stressige Situation entsteht und sich Menschen gegebenenfalls nicht trauen etwas zu sagen weil sie Hilf benötigen?

00:19:48: Es fängt wahrscheinlich schon am Anfang an dass wenn ich neu in einer Zeitarbeit starte dass ich jemand brauche der im Bewerbungsprozess mir schon ein Stück beschreiben kann Wie sieht denn so ein Alltag aus, wenn ich wechselnde Einsatzorte, wechselende Tätigkeitsfelder habe?

00:20:01: Wie sind die Erfahrungen von denjenigen, die das schon leisten und tun, dass sie sich orientieren und dort reinkommen.

00:20:07: Das ist schon mal das Erste.

00:20:09: Dann kriege ich einen Einstieg und hab für mich eine Idee darüber.

00:20:13: Ansonsten ist es so, dass diejenigen, der sich darum kümmern wie meine Einsatzplanung ist, dass diese natürlich auch mit dem Unternehmen und auch mit den Ansprechpartnern vor Ort den Mitarbeitenden das Talent in Empfang nehmen, auch sicherstellen können okay ja da ist der Ansprechpartner da.

00:20:31: Der rennt dann nicht weg sondern er nimmt sich die Zeit für die Person rum.

00:20:35: Er sagt ganz kurz wer an dem Tag noch mit auf der Station oder in der Gruppe mit arbeitet wie groß die Anzahl ist.

00:20:41: Das heißt sozusagen dass so Grundinformationen dem einfach zur Verfügung gestellt werden Und das gilt es einfach wieder, auch wie so eine kleine Schallplatte unseren Kunden immer wieder mitzugeben.

00:20:55: Dass eben nicht man reinkommt und sofort alles riechen kann und alles sehen kann sondern dass ich einfach das Gespräch brauche damit derjenige sich angenommen fühlt an diesem Ort mit diesen Menschen drum herum die da einfach sind egal ob kleiner oder größere ältere.

00:21:12: Ja und wenn ich jetzt zum Beispiel in unseren Bewerbungsprozess denke, klar wir haben unsere liebe Shirin

00:21:17: z.B.,

00:21:18: die ja auch schon im Podcast zu Gast war wo man sich auf jeden Fall immer jede Frage aufschreiben kann und sie quasi löchern kann.

00:21:25: Jetzt kennen wir es natürlich alle.

00:21:26: Es spielt natürlich auch so ein bisschen Nervosität mit bei.

00:21:30: Und dann heißt das so hast du noch eine frage?

00:21:32: Man sagt nee irgendwie nicht!

00:21:34: Dann hat man gerade aufgelegt und dann kommen einen schießen ein tausend fragen nochmal rein Gerade eben auch beim Vertrag sind da.

00:21:41: oder wenn man dann wirklich jetzt bei uns nach Prometheus kommt.

00:21:45: Zur Vertragsunterschreibung.

00:21:47: Es ist jederzeit immer die Möglichkeit nachzufragen und wir wissen eben ja auch darum, dass eben Zeitarbeit ein Bereich ist, den man erst mal kennenlernen muss.

00:21:57: Das heißt, man kann einfach keine Erfahrung vorher haben oder sich das vielleicht gar nicht so wirklich vorstellen wenn man in diesem Bereich noch nicht gearbeitet hat.

00:22:05: Das heisst, die Angst davor zu haben was Dummes zu fragen gibt es einfach bei uns nicht weil es gibt einfach keine dummen Fragen weil woher soll man's denn wissen?

00:22:13: Also es ist einfach auch ein Stückchen, sich zurück zu erinnern.

00:22:15: Jeder hat ja eine Ausbildung oder ein Studium absolviert und da haste praktische Phasen gehabt Und du warst ja in verschiedenen Praxiseinsätzen und da bist Du ja auch neu gestartet.

00:22:24: und dieses Feeling, dieses wieder neue Startens- und wieder neue Reinkommens das sozusagen hast Du in dem Moment ja auch wieder und desto häufiger offen und freier, unbefangener da reingehst.

00:22:36: Und sagst natürlich kann ich gar nicht alles können und wissen sondern ich brauche halt die anderen auch darum damit es gut wird desto leichter fällt ihr das

00:22:44: auch.".

00:22:44: Jetzt ist natürlich für mich auch so ein bisschen der Spagat das Ding.

00:22:48: Wo hört denn Hilfe auf?

00:22:50: Und wo beginnt die Verantwortung?

00:22:52: Es ist ja immer einfach dann vielleicht jemanden zu fragen aber ich möchte dir auch nicht meine Aufgabe abgeben.

00:23:00: Wo liegt denn die Grenze zwischen Hilfe annehmen auch die Verantwortung den Moment einfach abzugeben?

00:23:05: Also Hilfe annehmen heißt ja, ich brauche eine Unterstützung und sich darauf ausruhen ist etwas anderes.

00:23:11: Es gibt natürlich auch die Menschen, die es gelernt haben, sich in dem Leben einfach zu machen.

00:23:15: Erst mal, ich nehme mich mal zurück vielleicht ist es morgen schon erledigt das Thema, brauchen wir nicht anstrengen.

00:23:20: Genau!

00:23:22: Das ist natürlich die Erkennstour halt auch, die dann mal sich so ein bisschen ... Ich sag jetzt mal... Dummstellen, weil das wird schon ein anderer für mich lösen.

00:23:31: Gibt es?

00:23:32: Ist natürlich auch eine cleverere Strategie.

00:23:34: Gab's

00:23:34: ja einen Buch von Danila Katzenberger sei schlaustellig dumm.

00:23:38: Guck an wo sie jetzt ist!

00:23:40: Ja also vollkommen richtig gemacht und Das sozusagen kann ich halt auch als Konzept fahren.

00:23:46: und dann merken aber die anderen gegenüber, ah ja der macht das immer so.

00:23:49: Das ist so eine Taktik.

00:23:51: Dann wird es kaum funktionieren.

00:23:52: D.h.,

00:23:52: es ist schon wichtig dass ich wenn ich tatsächlich Unterstützung brauche, das auch ernst meine.

00:23:57: und auf der anderem Seite merken sie anderen ja auch Wenn du von dir aus freiwillig mal Unterstützung anbietest Dass das sozusagen ein Gebenunternehmen ist Und dass es im Grunde sich eine gute Balance hält.

00:24:09: Und dieses Verantwortlichsein ist natürlich für viele immer so das Thema, die ganz schnell nach vorne preschen.

00:24:15: Weil gar nicht zu Ende gedacht Hauptsache tun machen ich will und dann kommt ach oh ja ne kann ich ja doch nicht.

00:24:26: Schade!

00:24:28: Schade.

00:24:30: Also die gibt's natürlich auch, die immer voller Euphorie sind und da so ein gutes Mittelmaß.

00:24:34: Natürlich ist es wichtig das ich für mein eigenes tun in meinen Handeln verantwortlich bin, dass ich mir Gedanken mache wie ich Situationen lösen kann und wenn ich da stecken bleibe dann ist es oftmals gut eben um Unterstützung zu fragen.

00:24:47: und wenn Ich bei mir selber Themen habe indem ich halt steckenbleibe weil ich merke oh das ist immer wieder das selbe Es ist immer an diese Grenze komme ich und dann komm mich nicht drüber.

00:24:55: Das ist eine Hürde, die kriege ich gerade in meinem Leben, dann brauche ich vielleicht jemanden mit dem mich da in den Austausch gehe.

00:25:02: Dann suche ich mir halt einen Buddy und eine Freundin, mit denen ich das auch bequackern kann um da vielleicht ne neue Sichtweise

00:25:09: draufzukriegen.".

00:25:10: Jetzt muss ich daran denken... Klar, man kann sicher.

00:25:13: also was würde ich jetzt tun wenn ich sage okay ich will nicht direkt fragen klar.

00:25:17: Ich denke erst mal ich versuche selber eine Lösung zu finden.

00:25:20: in meinem Beispiel wie gesagt nahm kann ich mir nicht gut merken.

00:25:23: finde ich dann selber irgendwelche Lösungen dass sich vielleicht einfach Nicht explizit frage oder das umgehen oder drauf zeigen und sagt ach mensch hier die da vorne oder wie auch immer kann man ja irgendwie kann man ja irgendwie lösen.

00:25:36: Jetzt möchte ich aber von dir wissen, wann ist denn eigentlich der Punkt wo man sagen muss jetzt wäre es notwendig sich Hilfe zu holen?

00:25:45: also wo hört die Grenze auf zu... Ich versuche jetzt sehr mal eine Lösung zu finden Aber wo könnte das vielleicht auch gefährlich werden?

00:25:52: Also wenn ich zum Beispiel meinen Auftrag für den ich da bin, nicht hundert Prozent erfüllen kann.

00:25:59: Das heißt wenn ich mir in der Pädagogik das angucke und ich habe halt eine Situation im Kinder- und Jugendhilfe und es gibt eine Eskalationssituation mit Heranwachsenden und die kriege ich gerade nicht gelöst dann brauche ich halt sofort also zu denken Ich kann immer dazwischen gehen und dass alles alleine machen ist schön aber am letztlich brauche vielleicht doch die Unterstützung.

00:26:20: dafür gibt's ja auch ein Setting, weil sich vorher informiert worden wird wie verhalte ich mich, wenn.

00:26:26: Also ich werde mich jetzt nicht, wenn zwei sich da hauen wollen dazwischen stellen und sagen ach ne trefft er lieber mal meine Birne.

00:26:34: Das ist nicht das Ziel dabei also hier auch zu gucken was kann ich tatsächlich leisten?

00:26:41: Und wo brauche ich einfach jemanden von außen der sozusagen eingreifen wird weil es die Lösung nur so isst.

00:26:50: Jetzt ist eben auch, wenn wir es jetzt nochmal umdrehen.

00:26:54: Wenn Hilfe anbieten nämlich eben auch schwierig wird oder ist.

00:26:58: Wir haben ja gerade darüber gesprochen, Hilfe anzunehmen.

00:27:01: aber manchmal sieht man eben ja auch so... Naja jemand sagt dann brauchst du Hilfe vielleicht zu beiläufigen und sagen nein, alles gut?

00:27:08: Aber es ist eigentlich ziemlich offensichtlich dass derjenige gerade irgendwie Hilfe braucht.

00:27:13: wie kann man jemanden helfen der eigentlich keine Hilfe annehmen möchte?

00:27:18: Ich denke einfach, was funktioniert ist in dem Moment mit einer penetranten Präsenz zu sein.

00:27:25: Also ich übe das auch jeden Tag bei meinen kleineren Männern.

00:27:33: also du bist ja dann einfach da und durch dieses Dasein wirkt das ja schon.

00:27:38: und wenn dann das richtig tolle Kippe, wenn du siehst, es wird jetzt nicht, es kriegt er jetzt nicht hin zu gucken und dann kannst du mir jetzt helfen.

00:27:52: Ah ja, okay!

00:27:54: Das sozusagen du brauchst erstmal die Erlaubnis des anderen dass du ihm helfen darfst und das ist wichtig.

00:28:00: in einer erwachsenen Welt sehe ich es genauso.

00:28:02: also das Gesprächsangebot immer wieder zu signalisieren und gar nicht zu sagen du wenn der was braut melde dich oder melde ich sondern einfach zwischendrin einfach sich mit einem Signal zur äußeren Guck mal ich bin da Und dann kann der andere halt auch viel leichter den Zugang wieder finden und sagen, ja okay ich gehe auf dich zu.

00:28:22: Also ne?

00:28:22: Ich kann jetzt für mich entscheiden auf dich zugehen weil ich Unterstützung brauche und das sozusagen darf dann wieder entstehen.

00:28:30: also wirklich mit einer freundlichen penetranten Präsenz an der Seite sein bei jemandem und ihm klar auch vielleicht signalisieren ich sehe gerade was dass beunruhigt mich.

00:28:42: oder Ich würde dir gerne mehr zur Seite stehen oder ich würde dir gern mehr Unterstützung zugutekommen lassen.

00:28:50: Und wenn ich das ausgesprochen habe, okay so!

00:28:54: Wenn man jetzt zuhört in dem Moment, würde ich jetzt sagen.

00:28:58: Ich habe mitgenommen alright volle Kraft voraus!

00:29:02: Ich sehe was gefällt mir nicht.

00:29:03: also abhin da volle Vollgas geben.

00:29:06: Jetzt muss man auch sagen Man ist ja sich selbst immer am nächsten Und dann ist ja oftmals auch wenn ich vielleicht auch Hilfe anbiete dass ich etwas sehe Was mich nicht gefällt weil ich würde es anders machen Gibt's ja dann eben auch.

00:29:18: Man muss nicht immer sein, der Mensch macht es falsch und das einfach nur so würde ichs nicht machen.

00:29:23: Deswegen sage ich okay alles klar Vollgas!

00:29:26: Wann sollte ich einen Nein akzeptieren?

00:29:28: Na weil auf jeden Fall immer ein Nein wäre.

00:29:31: hier.

00:29:31: derjenige weiß ja letztlich am besten für sich selber was kann er wie kann er es am besten?

00:29:36: Und ist es doch mein Thema wenn ich sage der Weg muss jetzt so sein und wenn der sagt Ergebnis ist Ergebnis Mein Weg ist halt so.

00:29:45: Und das ist sozusagen mein eigenes Üben bei mir zu sein, okay dann machst du das halt

00:29:49: so.".

00:29:50: Das heißt auf jeden Fall drauf achten.

00:29:52: geht es jetzt wirklich darum dass etwas wirklich aktiv falsch gemacht wird oder es einfach ein anderer Weg und der Gegenüber sagt so ne alles gut ich brauche keine Hilfe ich mache's halt so und es ist trotzdem richtig.

00:30:05: also muss man schon bisschen selbst bei sich auch gucken ok Hilfe anbieten ist immer toll aber ich muss jetzt kein Gott spielen

00:30:13: Weil letztlich, das ist ein großes Generationsthema ja auch diese Übergriffigkeit.

00:30:17: Also weil wir nicht schnell genug vielleicht Schnürsenkel binden konnten hat sich immer einen Elternteil eingemischt und hat die Schnürsänke gebunden.

00:30:26: Das ist vollkommen Käse!

00:30:28: Dadurch lerne ich ja nicht selber, dass sich diese Fähigkeit entwickeln kann.

00:30:32: Und genauso ist es auch in der Einarbeitung von neuen Mitarbeitenden.

00:30:35: Wenn ich ständig als der erfahrene fachlich kompetente Mitarbeiter in die Tastatur eingreife und dem das da wegtippe... Da lernt

00:30:45: ja der Mensch ja nichts!

00:30:48: Deswegen ist es immer wichtig, sich den Stück zurückzunehmen und zu beobachten.

00:30:54: Und aus der Beobachtung heraus dem anderen eher zu sagen, Mensch, das läuft ja schon richtig super!

00:31:00: Wie willst du ihn gerne weitermachen?

00:31:04: entwickelt den anderen auch, weil ich will ja am Ende welcher jemand in seiner Handlungsfähigkeit stärken und nicht beschränken.

00:31:10: Weil Beschränken heißt immer Ich kontrolliere.

00:31:12: das ist eben auch was mir Menschen gerne wollen.

00:31:14: wir wollen natürlich auch Kontrolle gerne haben weil dann sind wir her der Lage aber dem anderen sozusagen den Raum zu geben dass er sich entwickeln kann.

00:31:22: es viel größer finde ich

00:31:23: Es gibt ja eben auch.

00:31:25: also ich würde im Grundsatz auch sagen dass alle Menschen die bei uns arbeiten oder in den Berufen arbeiten können es ja grundsätzlich.

00:31:32: sie haben sehr gelernt.

00:31:34: Und es ist ja eben ein Unterschied, wenn ich jetzt beobachte und ich lasse dem das jetzt einmal mal so zu Ende bringen.

00:31:39: Vielleicht war der und der Handgriff noch nicht so ganz richtig und kann im Nachtrag sagen Mensch grundsätzlich ausgeführt die Aufgabe aber wenn du vielleicht hier und da dran schraubst Klappt es doch mal besser, probier's doch mal.

00:31:50: Zacklerneffekt!

00:31:51: Das heißt grundsätzlich wusste ich wie ich das Ding zu Ende bringe aber habe jetzt hier durch so einen kleinen Tipp noch was gelernt und hab sofort gespeichert als die ganze Zeit mich reinreden zu lassen und dann weißt du eigentlich gar nicht mehr was war jetzt eigentlich die Aufgabe?

00:32:04: Alles was ich da jetzt eintippe.

00:32:06: wenn man kommt die Frustration weil man sich denkt naja ich kann es ja dann scheinbar nicht dann machst doch halt gleich alleine.

00:32:11: So dann ist es auch irgendwie für alle eine doofe Situation.

00:32:17: Das wäre das Gleiche, wenn ich jetzt sagen würde so Philipp und heute machen wir den kleinen Restaurantführerschein bis jetzt im Service.

00:32:23: Und jetzt machen wir mal hier sechzehn Gläser aufs Tablett und dann gehst du mal los.

00:32:26: Genau!

00:32:27: Dann wäre ich fähig fürs Oktoberfest zum Beispiel.

00:32:31: Zum Beispiel.

00:32:32: Okay Claudie, jetzt habe ich für dich noch zum Ende eine kleine Schnellfrage Runde.

00:32:37: Hilfe annehmen bedeutet für mich...

00:32:39: ... zu wachsen und größer zu werden.

00:32:41: Weil natürlich alles das, was mir andere noch mal zeigen oder wo sie mich unterstützen... ...mich ja besser werden lässt.

00:32:46: also egal ob ich jetzt leiste oder mehr Verständnisentwickler oder... ...weiß ich emotional reife?

00:32:53: ne?

00:32:53: Das passiert ja einfach nur wenn die mich das annehmen kann von außen.

00:32:57: Wenn jemand sagt Ich möchte niemanden zur Last fallen denke ich.

00:33:01: Tust du auch nicht Du fällst dir eher zur last.

00:33:03: Also komm daraus verändere diesen Glaubensatz über dich dass du jemand zur last fällts.

00:33:09: Ich glaube dieses, ich muss ja auch noch mal ganz kurz nachhaken.

00:33:12: Selbst ich kenne diesen Satz ja also das ist ja irgendwie...ich finde es so ein alltäglicher Satz zu sagen.

00:33:18: Ja, aber ich will keinem zur Last fallen.

00:33:20: Es ist selbst im Restaurant wenn ich sage oh sorry da ist jetzt irgendwie Mayonnaise drauf.

00:33:25: Ich vertrag mal keine Mayonnaise.

00:33:26: Sorry habe ich vielleicht nicht richtig gesagt.

00:33:28: und dann sagt man ja nee all die alles gut man will keinm zur last fallen.

00:33:31: Stimmt!

00:33:31: Es

00:33:32: ist eine Frage, ja das ist halt dieses Thema.

00:33:34: Wie kann ich kritische Sachen auch äußern?

00:33:36: Also ich habe ja... Ich kann doch einfach sagen dass ich ne andere Erwartung habe und da dürfen wir halt ans Einfach verändern.

00:33:42: und deswegen überprüfe halt deinen Glaubenssatz der dir immer noch sagt du fällst anderen zu lasten.

00:33:48: Nö!

00:33:48: Ja, ich glaube man muss selber einfach so ein bisschen nö tue nicht.

00:33:51: und selbst wenn dann ist ja nicht mein Problem.

00:33:54: Also bei so alltäglichen Sachen Eine frage zu stellen ist

00:33:59: bringt mich immer weiter, bringt mich näher an meine Antwort, die ich gerne haben möchte und bringt mich mehr zu einer Lösung.

00:34:04: Zu einer Antwort.

00:34:05: also bitte immer tun!

00:34:07: Menschen, die immer alles alleine machen wollen sollten vielleicht einmal

00:34:11: darüber nachdenken wie es sich anfühlt und ab oder aussehen kann wenn sie alt sind und das dann alles nicht mehr alleine können?

00:34:19: Und da kann man ja schon ein bisschen früher anfangen mit dem Gedanken Ja nee ist einfach so.

00:34:27: das anzunehmen ist halt die große Kunst.

00:34:30: und natürlich will ich mich beweisen, dass ich leisten kann.

00:34:33: Dass ich jemand bin, dass sich darüber Anerkennung bekomme aber ich kann auch Anerkannung darüber erfahren wenn ich meine Unzulänglichkeiten oder meine kleinen Schwächen wie man es auch immer nennen möchte mal teilen darf und das finde ich macht wesentlich nahebarer

00:34:52: Ja, vor allen Dingen... Also es gibt selbst in der Arbeitswelt man sieht das ja überall.

00:34:56: Manche Menschen können das besser, manche das.

00:34:58: Man kann nicht immer alles perfekt und irgendwo hat man eben seine Stärken aber auch vielleicht seine kleinen Schwächen die nicht grundsätzlich als Schwächen zu bezeichnen sind sondern einfach ich kann es einfach nicht so gut.

00:35:11: Und ich schaff das schon bedeutet manchmal eigentlich?

00:35:15: Ich nehme zu viel vor!

00:35:18: Also ich mache die Dinge, aber vielleicht nehme ich mir einfach auch ein bisschen zu viel vor.

00:35:22: Weil ich mich selber überschätze und da... also so bin ich leider Gottes auch gepult dann einfach auch zu gucken.

00:35:28: was ist denn das Maß?

00:35:29: Das mindeste Maß was sozusagen passieren sollte damit ich zwischendrin auch atmen darf und mich auch wieder selber naja an dem inneren Faden nach oben ziehe aufricht und sage okay jetzt geht es weiter!

00:35:42: Also das gesunde Maß macht es.

00:35:45: Ich glaube, also wenn ich jetzt an die Arbeitswelt denken muss und den Satz höre.

00:35:50: Ich schaffe das schon ist ja meistens würde ich in meinem Kopf sehe ich diese Situation dass jemand mich fragt Brauchst du Hilfe?

00:35:58: Und meine Antwort wäre, ich schaffe das schon.

00:36:00: Das heißt es ist irgendwie schon mal jemandem aufgefallen oder es war irgendwie offensichtlich... Ey!

00:36:06: Es ist vielleicht gleich schon um siebzehn Uhr und da machen wir Feierabend und du hast noch einen Haufen zu tun.

00:36:11: oder Mensch hier sind gerade so viele Telefonate Ist in dem Moment vielleicht gar nicht Blöde zu sagen so, hey was ... Was denkst du?

00:36:20: Wie können wir es auf, was ist deine Meinung.

00:36:22: Denkst du ich schaffe das weiß ich nicht.

00:36:24: Was würdest du mir abnehmen?

00:36:25: und wenn man dann vielleicht am Ende sagt so ey ich habe doch noch genug Puffer gibts mit zurück alles gut.

00:36:29: aber in dem Moment sich vielleicht auch einfach aus dieser Situation nehmen zu lassen jetzt vielleicht manchmal gar nicht so schlecht

00:36:37: Und es hilft uns tatsächlich auch besser zu schlafen.

00:36:40: Also wir nehmen ja ganz viele Dinge immer mit und niemand kann wirklich so katt, jetzt gehe ich aus dieser Tür und wechseln in die nächste Tür hinein ein anderes Leben.

00:36:50: Wir nehmen tatsächlich viele Dinge mit und das sollte uns ja auch möglich sein zur Ruhe zu kommen und in den Schlaf zu kommen.

00:36:57: Deswegen ist es wichtig dass sich natürlich Abstand gewinne und das gewinn ich halt nicht, wenn ich immer, immer, viele Sachen weiter mitnehme.

00:37:04: Weitertrage, weitertage, da noch weitertrage usw.. Das macht mich ja mental auch irgendwann müde.

00:37:13: Als Talentcoach Claudia möchte ich jetzt am Ende nochmal von dir wissen was wünschst du dir?

00:37:18: Was Menschen über das Thema Hilfe annehmen, mitnehmen aus der Folge

00:37:22: auf jeden Fall, dass Sie signalisieren dürfen lernen.

00:37:25: Wenn sie es brauchen und allerdings auch sagen wenn sie sagen ich kann jetzt erst mal die ersten Schritte alleine und ich melde mich also sozusagen auch die anderen sollten mir den Freiraum bewähren das sich halt Dinge kann und auch sagen Ich brauche halt Orientierung oder ich brauche jetzt gerade nochmal zwei drei Hinweise wie ich hier was finde Und dann passt das für mich erstmal.

00:37:45: Also auch das wenn ich mich gut selbst einschätze gehört zu werden Brauche auch zu sagen, ich brauche Support.

00:37:53: Und das ist

00:37:54: okay.".

00:37:55: Das ist okay!

00:37:57: Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis dieser Folge?

00:37:59: Man muss nicht alles alleine schaffen und vielleicht ist es sogar ein Zeichen von Stärke rechtzeitig zu sagen Ich brauche Unterstützung.

00:38:06: Claudia vielen Dank für deine Gedanken und deine Einblicke.

00:38:10: Wenn euch die Folge gefallen hat abonniert gerne den Podcast und teilt ihn gerne mit jemanden der gerade ein bisschen zu oft...ich schaffe da schon sagt Also ganz lieben dank Claudia.

00:38:20: Ja und bis zur nächsten Folge!

00:38:22: Genau, auf bald wieder.

00:38:26: Ciao.

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